Pränatale Untersuchungen sind freiwillig. Diese Seite hilft dir bei der Vorbereitung und nimmt dir keine Entscheidung ab.

Was du bei Kontrollen erwarten kannst

Die Hebamme oder ärztliche Fachkraft bespricht mit dir, wie es dir geht, und kontrolliert Aspekte, die zur Schwangerschaftsdauer und deinem persönlichen Risiko passen. Dazu gehören Blutdruck, Wachstum, Lage und Herzschlag des Babys. Inhalt und Häufigkeit können sich ändern, wenn es dafür einen Grund gibt.

Ein Ultraschall zur Bestimmung des Geburtstermins, eine Blutuntersuchung oder eine andere diagnostische Untersuchung kann Teil deiner Betreuung sein. Frage jeweils nach dem Ziel, der Bedeutung eines normalen oder auffälligen Ergebnisses und danach, ob du selbst etwas tun musst. Nicht jede Untersuchung ist ein pränatales Screening.

NIPT und Ultraschall in der 13. und 20. Schwangerschaftswoche

Beim NIPT wird anhand des Bluts der Schwangeren nach Hinweisen auf bestimmte Chromosomenabweichungen gesucht. Die Ultraschalluntersuchungen in der 13. und 20. Schwangerschaftswoche suchen nach körperlichen Auffälligkeiten. Die Untersuchungen ersetzen einander nicht, und keine davon garantiert ein gesundes Kind.

Laut dem landesweiten Screeningprogramm ist der NIPT ab zehn Wochen möglich. Der Ultraschall in der 13. Schwangerschaftswoche ist von 12 Wochen und 3 Tagen bis einschließlich 14 Wochen und 3 Tagen möglich und findet ausschließlich im Rahmen der IMITAS-Studie statt. Der Ultraschall in der 20. Schwangerschaftswoche ist von 18 Wochen und 0 Tagen bis einschließlich 21 Wochen und 0 Tagen möglich. Lass dein eigenes Betreuungsteam die Termine anhand deines errechneten Geburtstermins planen.

Eine freiwillige und informierte Entscheidung

Du entscheidest selbst, ob du eine, mehrere oder keine Screeninguntersuchung möchtest. Du kannst eine Untersuchung auch abbrechen. Vorher erhältst du Erklärungen zu möglichen Ergebnissen, Folgeuntersuchungen und den Entscheidungen, die sich daraus ergeben können. Nimm dir Zeit zu überlegen, wie viel du vor der Geburt wissen möchtest.

Ein Hinweis beim Screening ist noch keine Diagnose. Folgeuntersuchungen können mehr Klarheit schaffen, aber auch Nachteile oder Unsicherheiten mit sich bringen. Frage, wer dich bei einem auffälligen Ergebnis begleitet und wo du eine Entscheidungshilfe oder ein Gespräch in einem Centrum voor Prenatale Diagnostiek erhalten kannst.

Das Gespräch vorbereiten

Notiere Fragen zu Ziel, Zuverlässigkeit, möglichen Nebenbefunden, Datennutzung und Folgeuntersuchungen. Besprich auch, was ein Ergebnis praktisch und emotional für dich und deine Familie bedeuten kann. Es gibt keine Entscheidung, die für alle richtig ist.

Nutze für aktuelle Fristen und Bedingungen die landesweite Website PNS und die Informationen deines eigenen Betreuungsteams. Regeln und Durchführung können sich ändern. Deshalb enthält dieser Ratgeber ein Prüfdatum, und die Informationen werden vierteljährlich neu bewertet.

Quellen zu diesem Ratgeber

Dieser Ratgeber bietet allgemeine Informationen. Dein Betreuungsteam oder die zuständige Stelle kann erklären, was in deiner Situation gilt.

So halten wir die Informationen aktuell